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„Weise mir, Herr, deinen Weg; ich will ihn gehen in Treue zu dir.“ Psalm 86,11
Vor einigen Wochen habe ich meinen neuen Kalender für 2012 erhalten. Als ich ihn durchblätterte, waren die Seiten noch leer und weiß. Ich habe mir einen ersten Überblick verschafft, wie zum Beispiel die Geburtstage meiner Familie liegen. Die Oster- und Weihnachtstage interessierten mich dann auch. Und beim Blättern fiel mir ein, dass doch die Olympischen Spiele und die Fußball-EM in 2012 sein werden. So kamen mir immer mehr Termine ins Bewusstsein. Dazu gesellten sich natürlich auch Fragen wie: Wie wird es in 2012 werden? Was wird auf mich und meine Familie zukommen? Ähnliche Fragen stellen sich uns politisch und wirtschaftlich. Auch als Gemeinde betreffen uns diese Fragen.
Mir ist natürlich bewusst, dass der wesentliche Teil der Antworten auf diese Fragen mit meinen Entscheidungen zusammenhängt, was ich machen werde. Denn vieles wird uns über den „Weg“ laufen, den wir in aller Unsicherheit gewählt haben. Der Beter von Psalm 86,11 scheint diese Unsicherheit auch gemerkt zu haben. Er weiß, wie es scheint, um zweierlei: Er weiß um die Möglichkeiten sich zu entscheiden. Er weiß aber auch um die Grenzen seiner Urteilskraft. Deshalb wendet er sich an seinen HERRN und Gott und bittet ihn: „Weise mir, Herr, deinen Weg.“
Warum ist ihm Gottes Weg so wichtig? Psalm 139 gibt einen Hinweis. In den Versen 23 und 24 bittet der Psalm, dass Gott ihn erforscht und seine Motivationen aufdeckt und dass Gott ihm zeigt, auf welchem Weg er ist. „Sieh, ob ich auf bösem Wege bin und leite mich auf dem Wege nie endender Zukunft.“ Gottes Weg führt uns zu nie endender Zukunft und nicht in die Sackgasse. Das weiß der Beter und er will deshalb Gottes Weg gehen. Wie es scheint rechnet er fest damit, dass der lebendige Gott diesen Weg schon heute kennt und auch bereit ist, ihn uns zu zeigen und ihn mit uns zu gehen.
Deshalb ist die Bitte aus Psalm 86,11 ein gutes Motto für uns, für die neuen Tage und Monate, die 2012 vor uns stehen, zu bitten: Weise mir, Herr, deinen Weg. Zugleich weiß der Beter aber auch, dass es nicht immer dasselbe ist, den Weg zu kennen und ihn dann auch zu gehen. Er trifft deshalb für sich eine Entscheidung. „Ich will ihn gehen in Treue zu dir.“ Beides gehört zusammen: Von Gott den Weg zu erfahren und ihn dann auch bewusst zu gehen.
Für beides wünsche ich Ihnen 2012 die Kraft und den Mut von unserem Herrn und Gott.
Herzliche Grüße Ihr Matthias Czekalla
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