Gebetsanliegen

Gebetsanliegen

Salamanca (Spanien), 30. März 2020

Hallo liebe Geschwister,

seit elf Tagen gilt in Spanien eine Ausgangssperre. Aus unserem Wohnzimmerfenster konnten wir sehen wie es auf den Straßen ganz plötzlich ruhiger wurde. Es fuhren weniger Autos und die Straßen sind menschenleer. Man darf nur noch zum Einkaufen und auch da ist das sonst lebendige Treiben der Spanier verschwunden. Eine gespenstige Stille.

Auch in Deutschland schreitet der Covid 19 voran und das Leben kommt zum Erliegen. Wir wünschen Euch in dieser Zeit ganz besonders Gottes Bewahrung und beten für Euch.

Das was wir gerade erleben hat mich zu einem Vers gebracht , den viele von uns kennen.

Matthäus 13,33:

33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.

Wir erleben gerade wie sich der Virus schlagartig verbreitet. Viele Menschen stecken sich an und viel zu viele sterben daran. In Spanien zählen wir gerade 49384 infizierte und 3643 Tote. Das Virus multipliziert sich rasend schnell und schadet immens.

In unseren Text geht es auch um Multiplikation. Doch hier geht es um das Reich Gottes. Etwas was mit einem bisschen Sauerteig anfängt, durchsäuert bald den ganzen Teig. Wir sind dieser Sauerteig den Gott angesetzt hat. Nach und nach hat Gott uns zu seiner Familie hinzugefügt, nicht um vor uns hinzusäuern, sondern um den ganzen Teig, die Menschheit, mit Gottes guter Botschaft zu erreichen. Wir haben von Ihm Liebe, Glaube, Hoffnung erhalten. Ist es nicht genau das was heute zählt? Gott wird uns auch in dieser Zeit Wege zeigen, wie Menschen Jesus kennen lernen können, trotz Ausgangsperre, oder gerade wegen der Ausgangssperre? Lasst uns beten das diese Krise für viele Menschen zum Hoffnungsschimmer wird für eine Ewigkeit mit Gott.

In Salamanca mussten wir unsere Räume schließen und alle Veranstaltungen bis auf weiteres Absagen. Das stellte uns natürlich vor einer großen Herausforderung. Mittlerweile leben wir Gemeinde über das Internet. mittwochs, freitags und sonntags treffen wir uns über Skype. Und nebenbei benutzen wir alle Kommunikationsmittel, um im Kontakt zu bleiben. Auch unsere Jüngerschaftskurse machen wir über Skype. Das ist zunächst einmal Gewöhnungsbedürftig, aber es klappt.

Trotz der Widrigkeiten sind wir froh wie die Arbeit weitergeht. Manuel, der sich letztes Jahr taufen lassen hat, hat nun übers eine theologische Ausbildung angefangen. Und auch die anderen Täuflinge wachsen im Glauben. Bitte betet für sie.

Persönlich geht es uns als Familie gut. Salomé hat keine Schule, bekommt allerdings jeden Tag von ihren Lehrern Aufgaben geschickt, sodass der Unterricht in anderer Form weitergeht. Trotzdem ist es nicht einfach jetzt schon fast zwei Wochen zuhause zu sein. Bitte betet für uns!

Herzliche Grüsse,

Jesús, Damaris und Salomé

Gebetsbrief-aus-Spanien

FeG

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